QIK - KIC Qendra për Informim e Kosovës
Kosova Information Center
 
Prishtina, den 20 August 1998, 17:30 CET
Tagesbericht Nr. 312
Inhalt
 
  Vushtrri: Serbische Streitkräfte beschossen Pantina und die umgebenden Dörfer


PRISHTINA, den 20. August (IZK) - Heute, von 05.30 bis 06.30 Uhr, beschossen die serbischen Streitkräfte mit schwerer Artillerie das Dorf Pantina und die anderen Dörfer in der Nähe, berichtet die LDK-Informationskommission in Vushtrri.

Diese Quelle hat noch keine nähere Informationen, ob es menschliche Opfer gegeben hat und wie gross die materiellen Schäden sind.

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  Schüsse in Gjakova


PRISHTINA, den 20. August (IZK) - Auch gestern abend gab es Artiellerieschüsse in der Grenzzone und in den Dörfern entlang der Strasse Gjakova-Deçan -von Prejlep bis in der Nähe von Gjakova.

Den Berichten der LDK-Informationskommission zufolge gab es gestern abend Artillerieschüsse aus der Position Suka e Biteshit in Richtung der umkämpften Dörfer von Deçan. Ein Albaner, dessen Indentität noch unbekannt ist, wurde verletzt.

Heute vormittag ist ein Konvoi der serbischen Kräfte nach Qafa e Prushit -an der Grenze mit Albanien - gefahren und entlang der Strasse Gjakova-Deçan haben serbische Heckenschützen ihre Posten bezogen.

Muhamet Arifi aus dem Dorf Osek-Hila, der vor drei Tagen verhaftete wurde, wurde gestern in Untersuchungshaft in Peja geschickt. Sein Sohn, Valon, wurde, nachdem er einen Tag in der Wache festgehalten wurde, freigelassen.

Die Lage der Bevölkerung, die in den Wäldern der Ortschaft Dushkaja umher irren, ist sehr schwer und konnte katastrophale humanitäre Folgen haben.

Hasan Idriz Rama aus Ponoshec -Gjakova-, der vor paar Tagen verhaftet wurde, wurde gestern ins Prishtina Krankenhaus eingeliefert. Herr Rama liegt in Koma.

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  Granatenbeschüsse auf die Dörfer von Rahovec und Suhareka - Ein Toter und acht Verletzte


PRISHTINA, den 20. August (IZK) - Die serbischen Streitkräfte haben den Granatenbeschuss auf die Dörfer Zoçisht und Opterusha -- Rahovec - und Samadraxha - Suhareka - auch heute fortgesetzt. Der heutige Granatenbeschuss war im Vergleich zu dem gestrigen von schwächerer Intensität.

Die LDK-Informationskommission in Suhareka berichtet, dass dieser Granatenbeschuss aus den Positionen der serbischen Streitkräfte im Dorf Hoça e Madhe und aus dem Militärstützpunkt in Ladovica ausgeführt wurde.

Getötet wurde Bekim Dalip Bekteshi (27) aus Samadraxha, und verwundet wurden Bajram Bekteshi, Selim Kusha und Ibrahim Mamaj aus Samadraxha, Nexhat Cikaçi, Fatmir Bala, Osman Cikaçi und Visar Bala aus Dobërdolan und Muharrem Kryeziu aus Pagarusha. Gegen Abend haben serbische Paramilitärs das Dorf Zoçisht angezündet und das Dorf steht in Flammen.

Gestern wurden in Grejkoc -Suhareka - Hazir Selimaj (44), Zenel Curraj (25) und Sabit Lushaj (23), alle drei aus Grejkoc, beerdigt. Sie wurden vor zwei Tagen in Gorozhub - an der albanischen Grenze -getötet.

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  Kamenica: Die serbische Polizei misshandelte vier humanitäre Aktivisten


PRISHTINA, den 20. August (IZK) - Die serbische Polizei durchsuchte gestern die Häuser der vier hunamitären Aktivisten in der Gemeinde Kamenica, wobei sie die Aktivisten schwer misshandelte, berichtet die LDK-Informationskommission in Kamenica.

Den Berichten zufolge hat die Polizeiexpedition die Häuser von MG. Refik N. Kryeziu, Dr. Faredin Sh. Kryeziu und Ibrahim D. Shurdhani in Rogaçica und das von Dr. Izet H. Keka in Muçivërc durchsucht.

Die Polizei nahm die Aktivisten in die Polizeistation mit und misshandelte sie schwer. Sie erlitten schwere körperliche Verletzungen.

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  Vushtrri: Serbische Paramilitärs verbrannten zwei Haufen mit Viehfutter


PRISHTINA, den . August (IZK) - Auch gestern setzten die serbischen Paramilitärs aus dem Dorf Prilluzha ihre Provokationen gegen die albanischen Familien in Stanoci i Epërm fort, berichtet die LDK-Informationskommission in Vushtrri.

Dem Bericht zufolge haben die serbischen Paramilitärs das Viehfutter von Nebih und Abdullah Duraku verbrannt.

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  Gjakova: Serbische Polizei verhaftete den Korrespondenten der Tageszeitung "Koha Ditore"


PRISHTINA, den 20. August (IZK) - Gestern, gegen 15.00 Uhr, in Gjakova verhaftete die serbische Polizei in seinem Haus Musa Kurhasku, Korrespondent der Tageszeitung "Koha Ditore", berichtet die LDK-Informationskommission in Gjakova. Ausser seinem Haus durchsuchte die Polizei auch sein Geschäft und konfiszierte Dokumentation und Bürotechnik.

Den Berichten zufolge ist Herr Kurhasku auch früher von der Polizei berufen worden, um für eine Person aus Rahovec zu vermitteln.

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  Prishtina: Intervention der serbischen Polizei in Lokalen des Hilfwerks "Mutter Teresa"


PRISHTINA, den 20. August (IZK) - Gestern, gegen 14.00 Uhr im Stadtteil "Kodra e Trimave" in Prishtina, intervenierte die serbische Polizei in die Lokale des Hilfwerks "Mutter Teresa", berichtet die LDK-Informationskommission in Prishtina.

In den Lokalen fanden serbische Polizisten 130 Matratzen, die für Familien, die auf soziale Hilfe angewiesen sind, gewidmet sind. Die Polizei befahl, die Matratzen nicht zu verteilen.

Auf Befehl der serbischen Polizei soll sich Ismajl Gashi, humanitärer Aktivist, ins Polizeipräsidium in Prishtina melden.

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  LDK: Mit humanitärer Hilfe können die Menschen in ihre Häuser zurückkehren


PRISHTINA, den 20. August (IZK) - Die serbischen Streitkräfte haben durch Granatenbeschüsse und Zerstörungen in 17 Gemeinden von Kosova 380.246 Menschen zum Flucht gezwungen. 50.000 von denen irren immer noch in den Wäldern umher, weil sie von den serbischen Streitkräften eingeschlossen sind, wird am Anfang einer Bekanntmachung, die die LDK heute gab, gesagt.

Der Grösste Teil der Bevölkerung versucht in ihre Häuser zurückzukehren, wo es wenigstens minimale Lebensbedingungen gibt. Aber es gibt viele Faktoren, die die Menschen allein nicht überwinden können, trotz dem Wunsch zurückzukehren.

In den verlassenen Ortschaften gibt es noch viele unexpoliderte Granaten und in vielen Zonen wurden von den serbischen Kräften Minen gelegt, die nicht die einzige Gefahr für das Leben der Menschen sind.

Um der entwurzelten albanischen Bevölkerung zu helfen und eine humanitäre Katastrophe zu verhindern, appelliert die LDK-Führung an die UNO, die USA, die Regierungen der Kontaktgruppe-Mitglieder, die OSZE, Europäisches Parlament, EU, und die NATO, die Regierung von Belgrand zu der Rückziehung der Polizei- und Militärkräfte aus Kosova zu zwingen, die Bedingungen für die Rückkehr der Menschen in ihre Häuser zu ermöglichen, Expertenteams für die Beseitigung der Granaten und Entschärfung der Minen nach Kosova zu entsenden, die organisierte und international überwachte Rückkerh der Flüchtlinge zu ermöglichen und experten zu ensenden, die die Lage im Terrain sehen würden, um so erstmals kurzfristige und dann langfristige Bedingungen fürs Leben zu schaffen.

Die LDK-Führung hofft, dass diesmal der Verspätung, um konkrete Schritte zu übernehmen, kein Raum gelassen wird, wird in der Bekanntmachung der LDK gesagt.

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  In 347 Wohnorten in Kosova wurde gekriegt - 380.246 Albaner sind auf der Flucht


PRISHTINA, den 20. August (IZK) - Die LDK-Verantwortliche für Emigration und Flüchtlinge, Sanije Aliu, schildert in einem Bericht die aktuelle Lage in den umkämpften Wohnorten aus. Im Bericht wird die Zahl der umkämpften Dörfer und der Flüchtlinge präzisiert.

Gemeinde Klina hat insgesamt 56 Dörfer mit 52.000 Einwohnern. Umkämpft wurden 38 und beschossen 25 Dörfer, 24 von denen sind verslassen. 28.000 Menschen sind auf der Flucht.

Gemeinde Gjakova hat insgesamt 86 Dörfer mit 149.000 Einwohnern. In 44 Dörfern wurde gekämpft und 34 wurden beschossen. 20 Dörfer sind verlassen. Über 50.000 Menschen sind geflohen.

Gemeinde Gllogoc hat 36 Dörfer mit 74.000 Einwohnern. 29 Dörfer wurden vom Krieg erfasst, 14 wurden beschossen, verlassen sind 11 Dörfer, auf der Flucht sind 20.000 Menschen.

Gemeinde Deçan hat 40 Dörfer mit 55.000 Einwohnern. 33 umkämpfte, 25 beschossene und 25 verlassene Dörfer. Auf der Flucht sind 25 Menschen.

Gemeinde Skënderaj hat 50 Dörfer mit 55.000 Einwohnern. 28 umkämpfte, 18 beschossene und 18 verlassene. Auf der Flucht befinden sich 40.000 Menschen.

Gemeinde Malisheva hat 43 Dörfer mit 55.000 Einwohnern. Alle Dörfer dieser Gemeinde wurden umkämpft, 26 wurden beschossen und 18 sind verlassen. Auf der Flucht sind 40.800 Menschen.

Gemeinde RAhovec hat 32 Dörfer mit 60.000 Einwohnern, im Krieg befinden sich jetzt 23 Dörfer, 17 von denen wurden beschossen und 5 sind verlassen. Auf der Flucht sind 34.600 Menschen.

Gemeinde Peja hat 82 Dörfer mit 140.000 Einwohnern. Es gibt 16 umkämpfte, 6 beschossene und 6 verlassene Dörfer. 36.650 Menschen sind auf der Flucht.

Gemeinde Suhareka hat 42 Dörfer mit 70.000 Einwohnern. 20 umkämpfte und bisher 13 beschossene Dörfer. Aus diesen Dörfern sind bisher 25.000 Menschen geflohen.

Gemeinde Shtime hat 23 Dörfer mit 34.000 Einwohnern. 17 umkämpfte, 14 beschossene und 7 verlassene Dörfer. Auf der Flucht sind 11.500 Menschen.

Gemeinde Mitrovica hat 53 Dörfer mit 130.000 Einwohnern. 6 umkämpfte, 4 beschossene und 3 verlassene Dörfer.

Gemeinde Vushtrri hat 63 Dörfer mit 87. 000 Bewohner. 11 umkämpfte, 6 beschossene und 8 verlassene, deren Bewohner in der Stadt untergebracht worden sind.

Gemeinde Fushë-Kosova hat 18 Dörfer mit 35.000 Einwohnern. Bisher 4 umkämpfte, 1 beschossenes und 4 verlassene Dörfer. 9.000 Menschen sind auf der Flucht.

Gemeinde Obiliq hat 21 Dörfer mit 25.000 Einwohnern. Bisher 7 umkämpfte, 3 beschossene und 7 verlassene Dörfer. Auf der Flucht sind 6.000 Menschen.

Gemeinde Ferizaj hat 44 Dörfer mit 130.000 Einwohnern. 4 umkämpfte, 2 beschossene und 4 verlassene Dörfer. Auf der Flucht sind 8.000 Menschen.

Gemeinde Prizren hat 43 Dörfer mit 220.000 Einwohnern. Bisher 6 umkämpfte und 1 beschossenes Dorf. In der Stadt haben 15.100 Flüchtlinge Unterkunft gefunden.

In der Gemeinde Istog gibt es 2 umkämpfte und 3 beschossene Dörfer. Die Bevölkerung dieser Gemeinde ist nicht geflohen.

Aus der Gemeinde Prishtina, mit insgesamt 207.000 Einwohner, sind bisher 30.000 Menschen geflohen. In der Stadt sind 12.104 Menschen untergebracht worden.

Der LDK-Sektor für Emigration und Flüchtlinge berichtet, dass in 29 Gemeinden mit 2.403.113 Einwohner und 1.335 Wohnorten, bisher in 347 Wohnorten gekämpft worden ist. 211 Dörfer wurden mit Granaten beschossen. 168 Dörfer sind verlassen worden. Und die Zahl der Flüchtlinge ist 380.246. 27.000 von denen sind in Montenegro, 16.000 in Albanien und 2.000 in Mazedonien untergebracht worden.

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