QIK - KIC Qendra për Informim e Kosovës
Kosova Information Center
 
Prishtina, den 26 August 1998, 17:15 CET
Tagesbericht Nr. 318
Inhalt
 
  Präsident Rugova empfing britische und österreichische Diplomaten


PRISHTINA, den . August (IZK) - Der Präsident der Republik Kosova Dr. Ibrahim Rugova empfing heute in Prishtina den Vizedirektor des britischen Foreign Office, Peter Recketts, und den Chef des Sektors für Ex-Jugosllawien und Albanien im österreichischen Aussenministerium, Dr. Gerhard Iandl, mit seinen Mitarbeitern. Auf dem Treffen war auch der britische Botschafter in Belgrad, Brian Donnelly anwesend.

Auf dem Treffen mit den ausländischen Diplomaten wurde über die neuesten dramatischen Ereignisse in Kosova und über die Bemühungen für die Schaffung der Vorbedingungen zur erneuten Dialogaufnahme zwischen Prishtina und Belgrad gesprochen.

Präsident Rugova sagte, dass die Lage in Kosova, wegen der Offensive der serbischen Streitkräfe, weiterhin schwer ist. Er forderte das unverzögliche Beenden dieser Offensive und sagte, bei der Offensive seien viele unschuldige Zivilisten ermordet und viele Menschen zur Flucht gezwungen worden. Diese Menschen brauchen dringent Hilfe, um eine humanitäre Katastrophe in Kosova zu verhindern, sagte Präsident Rugova.

Nachdem er betonte, dass mit der massiven Austreibung der Menschen die ethnische Säuberung gemacht wird, forderte er die Rückkehr der Menschen in ihre Häuser. "Dafür ist nötig eine stärkere internationale Überwachung in den umkämpften Zonen", so Rugova.

Über die politische Lösung sprechend, betonte Präsident Rugova, dass sich alle Kräfte in Kosova für die Unabhängigkeit und für die durch Verhandlungen Lösung der Kosova-Frage einsetzen.

Die britischen und österreichischen Diplomaten drückten die Beunruhigung ihrer Regierungen über die Lage in Kosova und versprachen einen grösseren Druck auf Belgrad, um die Kosova-Frage durch politische Mitteln lösen zu können.

Heute empfing Präsident Rugova auch den deutschen Botschafter in Belgrad, Wilfried Gruber. Mit ihm sprach Präsident Rugva über die letzte Offensive der serbischen Streitkräfte in Kosova und über ihre Folgen.

Der Botschafter Gruber interessierte sich über verschiedene Aspekte der Lage in Kosova und über die Möglichkeiten für die friedliche Lösung der Kosova-Frage.

  [Komment Senden] [Kosova Home Page] [Inhalt]
  Aussagen der EU-Diplomaten nach dem Treffen mit Präsidenten Rugova


PRISHTINA, den 26. August (IZK) - Nach dem Treffen mit den Präsidenten Rugova antworteten die britischen und österreichischen Diplomaten auf einige Fragen der Journalisten.

Gefragt, ob es in der Richtung der Lösung der Kosova-Krise irgendwelche Fortschritte gibt, sagte der Vizedirektor des Foreign Office, Peter Ricketts, dass sie, um das Interesse der EU-Staaten für Kosova zu zeigen hier seien und um zu sehen, ob sie gut genug über die Lage hier informiert sind. Weiter sagte er, sie würden eine Reise durch Kosova machen, um die Lage selbst zu sehen. "Wir hatten ein gutes Gespräche mit dem Präsidenten Rugova. Wie sie wiessen, haben unsere beide Regierungen seine Initiative für die Gründung der Verhandlungsgruppe stark unterstüztzt. Wir glauben weiterhin fest, dass es keine militärische Lösung der Kosova-Frage geben kann. Wir wollen, dass die Verhanglungen so bald wie mölich beginnen. Und das war unsere Botschaft an den Präsidenten Rugova", so Recketts.

Und auf die Frage, ob es auf dem Treffen auch über die humanitäre Lage gesprochen wurde, antwortete der österreichische Diplomat, Gerhard Iandl, sie hätten besonders darüber gesprochen und sich gleicher Meinung gewessen, falls es keine dringede Massnahmen gibt, drohe mit dem Einbrechen des Winters eine humanitäre Katastrophe. "Als erste Priorität sehen wir, die beiden EU-Staaten und Präsident Rugova, die Leiden dieser Bevölkerung zu mildern, indem es wir versuchen die Menschen in ihre Häuser zurückzubringen. Und falls dies nicht erreicht werden kann, sind unter diesen Umständen die Chansen für politische Verhandlungen sehr sehr klein. Darüber haben wir auch mit Vertretern der serbischen Regierung gesprochen. Sie sollten mehr tun, um die Leiden der Flüchtlinge zu mildern und die humanitäre Katastrophe, die zur Zeit unsere grösste Sorge ist, zu verhindern", sagte Iandl.

Und auf die Frage, ob sie Christopher Hill zu treffen planen, antwortete Iandl, dass auch ein Treffen mit Hill geplant sei.

  [Komment Senden] [Kosova Home Page] [Inhalt]
  In Banja brennen Häuser - Beschüsse auf Javor und Kleçka


PRISHTINA, den 26. August (IZK) - Vier Wochen nach dem Beginn der Offensive der serbischen Truppen in Kosova unternahmen gestern und heute die serbischen Kräfte -nach paar Tagen Waffenpause- eine neue Offensive gegen die Dörfer der Gemeinde Malisheva, berichtet die LDK-Infofmationskommission in Malisheva. Mehr als die Hälfte des Dorfes Banja -Malisheva- steht in Flammen, nachdem die serbische Infanterie ins Dorf eingedrungen war. Die Schüsse im Dorf dauern an. Schüsse gibt es auch in den Dörfern Gajrak und Kravasari.

Die gleichen Quellen berichten, die serbischen Streitkräfte haben auch die Dörfer Javor und Kleçka beschossen. Der Angriff auf diese Dörfer bagann heute früh, nach der Gruppierung der serbischen Kräfte, die aus anderen Positionen gekommen waren.

  [Komment Senden] [Kosova Home Page] [Inhalt]
  Ein Toter in Suhareka - Tausende Menschen unter freiem Himmel


PRISHTINA, den . August (IZK) - Die LDK-Informationskommission in Suhareka berichtet, dass bei dem Granatenbeschuss am 24. August Safet Ilaz Kicaj (21) aus dem Dorf Grejkoc der Gemeinde Suhareka getötet wurde.

Aus Suhareka wird auch berichtet, dass sich tausende Menschen aus den Dörfern der Gemeinden Suhareka und Malisheva unter freiem Himmel befinden. Sie haben sich in einer Schlucht zwichen Breshanci und Maralia -Dörfer der Gemeinde Malisheva- untergelassen.

Diese Menschen kommen hauptsächlich aus den Dörfern Reshtan, Dobërdolan, Samadrexha, Sllapuzhan, Peçan, Semetisht, Timiçina, Ngucat, Lladroviq, Senik, Luzhnica, Javori, Bellanica, Banja u.a. Sie mussten wegen der Granatebeschüsse die Dörfer verlassen.

  [Komment Senden] [Kosova Home Page] [Inhalt]
  Leichen der vier ermordeten Albaner im Leichenschauhaus in Gjakova


PRISHTINA, den 26. August (IZK) - Heute brachte die serbische Polizei aus der Ortschaft Has Leichen der vier ermordeten Albaner ins Leichenschauhaus des Gjakova Krankenhauses. Die Leichen sind alle männlich - 20 bis 25jährig, berichtet die LDK-Informationskommission in Gjakova.

Man vermutet, die Ermordeten sind Bewohner der Dörfer der Ortschaft Has und der engen Grenzzone zu Albanien, die als opfer der heftigen Granatenbeschüsse fielen. Über die Folgen der letzten Beschüsse weiss man noch nicht viel, denn diese Zonen werden von den serbischen Streitkräften völlig isoliert gehalten. Die Lage der Flüchtlinge in Gjakova und besonders deren, die sich in den Wäldern von Dushkaja verstecken, wird immer schwieriger. Die Stadt wird belagert und die Versorgung mit Lebensmitteln ist völlig gelähmt, da die staatliche Firma "Metohija Promet" nur die serbische Bevölkerung besorgt. Auch wenn die staatliche Bäckerei mit der Arbeit angefangen hat, fehlt es weiterhin an Brot, was Grundlebensmittel ist.

Die Bewegungen der serbischen Kräfte sind mit Provokationen gegen die albanische Bevölkerung begleitet, und auch die Verhaftung der Menschen ist Alltag geworden. So wurde heute der 24jährige Sadik Zeqiri aus dem Dorf Stubëll verhaftet und Rexhep Haxhia (23) aus Gjakova, nachdem er vier Tage im Polizeipräsidium in Gjakova festgehalten wurde, nach Peja in Untersuchungshaft geschickt.

  [Komment Senden] [Kosova Home Page] [Inhalt]
  Podujeva: Serbische Streitkräfte besichtigen das Terrain


PRISHTINA, den 26. August (IZK) - Serbische Militärs besichtigten haute das Terrain in der Nähe der Kirche in der Kleinstadt Podujeva.

Die LDK-Informationskommission in Podujeva berichtet, dass heute, gegen 12.00 Uhr, dutzende Soldaten, die mit vier Panzern, ein Manschaftswagen und ein LKW ausgerüstet waren, sich über eine Halbe Stunde dort aufgehalten und das Terrain besichtigt haben. Sie hatten auch Militärkarten mit sich.

  [Komment Senden] [Kosova Home Page] [Inhalt]
  Naim Maloku: UÇK muss innerhalb der Ramen der staatlichen Institutionen stehen


PRISHTINA, den 26. August (IZK) - Der hoche UÇK-Offizier, Naim Maloku, sagte in einem Interview für die "Deutsche Welle" albanische Redaktion, dass er vor einem Monat in Junik verwundet worden sei und dass es ihm jetzt gut gehe.

Er erinnerte, dass er auch schon früher die Institutionalisierung der UÇK gefordert hat, was heisst, die UÇK muss innerhalb der staatlichen Institutionen von Kosova stehen muss. Was für eine Koalitionsregierung gegründet wird ist Angelegenheit aller politischen Parteien in Kosova, aber unsere Forderung und meine Meinung ist, dass UÇK innerhalb der staatlichen Institutionen der Republik Kosova steht.

"Während der letzten Offensive der serbischen Streitkräfte hat UÇK minimale Verluste erlitten. Natürlich war UÇK für frontalen Krieg, der uns imponiert wurde, nicht vorbereitet, aber es gibt keine Gründe, um zu glauben, dass die UÇK jetzt nicht stärker ist. Ich glaube, die UÇK ist nach dieser Offensive noch besser vorbereitet," so unter anderem Maloku.

  [Komment Senden] [Kosova Home Page] [Inhalt]
  Ein betrunkener serbischer Polizist misshandelte und drohte eineigen Bürgern in Podujeva


PRISHTINA, den 26. August (IZK) - Den Berichten der LDK-Informationskommission in Podujeva zufolge hat gestern ein Polizist, der betrunken war oder unter Drogen stand, die Passanten provoziert und ihnen mit einer automatischen Waffe gedroht. Vor dem Hotel "Park" in Podujeva richtete er seine Waffe auf Agim Muçolli und befahl ihm auf dem Boden zu legen. Herr Muçolli folgte seinem Befehl nicht, so dass er seine automatische Waffe eine Zeitlang auf ihn gerichtet hielt.

Der gleiche Polizist hat auch den Händlern, die neben des Stadtparks kleine Waren verkaufen, mit der Waffe gedroht. Von einem der Händlern forderte er auch Drogen. Danach hielt er ein Auto an und befahl dem Fahrer, indem er seine Waffe auf ihn richtete, in Richtung Prishtina zu fahren.

Zeugen berichteten, dass der Polizist entweder betrunken war oder unter Drogen stand und dass er aus einem Dorf in der Nähe von Prishtina kommt, berichtet die Tageszeitung "Koha Ditore".

  [Komment Senden] [Kosova Home Page] [Inhalt]