QIK - KIC Qendra për Informim e Kosovës
Kosova Information Center
 
Prishtina, den 28 August 1998, 17:00 CET
Tagesbericht Nr. 320
Inhalt
 
  Pressekonferenz des Präsidenten der Republik Kosova Dr. Ibrahim Rugova


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - An der heutigen Pressekonferenz betonte der Präsident der Republik Kosova Dr. Ibrahim Rugova, dass die Lage in Kosova weiterhin schwer ist und fügte hinzu, dass die Offensive der serbischen Streitkräfte gegen Kosova und das Volk immer noch andauert.

Präsident Rugova verurteilte die Angriffe der Polizei- und Militärkräfte auf die Dörfer der Gemeinden Lipjan, Suhareka und Shtima, die einen grossen Teil der Bevölkerung zur Flücht trieben. Er verurteilte auch die Angriffe auf die Dörfer von Drenica und Dukagjini-Region. Er betonte, dass bei diesen Angriffen dutzende Albaner, die meisten Frauen, Kinder und Alte, getötet und viele verwundet worden sind. Er verurteilte auch die serbische staatliche Repression und Gewalt gegen humanitäre und politische Aktivisten und besonders die Ermordung der Mitarbeitern der Organisation "Mutter Teresa".

Nachdem Dr. Rugova an die massiven Verurteilungen der albanischen Jugendlichen von den serbischen Gerichten erinnerte, sagte er, dass das serbische Regime dem LDK-Sektor in Gjakova droht, um die politische und humanitäre Aktivität dieses Sektors lahmzulegen.

Er forderte das unverzügliche Beenden der serbischen Offensive, die zum Ziel die ethnische Säuberung von Kosova hat, und einen internationalen Schutzt von der USA, der EU, UNO und NATO, um das Volk von Kosova zu retten.

Er forderte auch die Rückkehr der Flüchtlinge in die Städte und Dörfer und internationalen Schutz für sie. Er forderte die ungestörte Verteilung der humanitären Hilfen und die Eröffnung des Prishtina Flughafens für humanitäre Zwecke. Präsident Rugova betonte erneut, dass die beste Lösung Kosova unanhängig und neutral, mit allen Garantien für die in Kosova lebenden Serben und einen internationalen Schütz, als Übergansphase, ist.

Das neue Schuljahr wird, sagte Präsident Rugova, trotzt der Zerstörung der Schulgebäuden dort wo es möglich ist beginnen. Denen, die dieses Jahr zum ersten Mal in die Schule gehen, wünschte Präsident Rugova einen guten Anfang.

Auf die Frage des Korrespondenten des Albanischen Fernsehens, ob es möglich sein könnte, dass auch die Flüchtlinge so lange wie die aus ihren Arbeitsplätzen vertriebenen Arbeiter, um in ihre Häuser zurückzukehren warten müssen, antwortete Präsident Rugova, dass das Schuljahr unbedingt beginnen muss. Es ist wichtig, dass der Unterricht, dort wo es möglich ist, stattfindet. Das Volk hat bisher Widerstand geleistet und es wird sich auch jetzt nicht ergeben.

Gebeten, die Drohungen des Vizevorsitzenden der serbischen Regierung, dass all die, die den Krieg hetzen, gesetzlich verfolgt werden, sagte er, er habe keinen besonderen Kommentar für diese Drohung. Er nannte sie: unpolitisch und primitiv.

Und von den Korrespondenten des Mazedonischen Fernsehens gebeten, die Aussage von Hill, dass die Verhandlungen auf dem halben Wege seien, zu kommentieren, dankte er dem Botschafter Hill für seine systematische Arbeit für die Vorbereitung der Verhandlungen und sagte, dass die Verhandlungen auf dem Weg sind, womit er auch die heutige Pressekonferenz beendete.

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  Malisheva: Mindestens sechs Tote bei dem Granatenbeschuss


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Im Dorf Lladroviq der Gemeinde Malisheva wurden gestern nachmittag bei dem Granatenbeschuss Ramadan Berisha (60), seine Schwiegertochter (30) und ein Kind der Familie Berisha ermordet. Sie waren auf der Flucht, denn ihr Dorf wurde beschossen.

Die LDK-Informationskommission in Malisheva berichtet, dass in diesen Fall auch der Bruder von Ramadan, Abdyl Berisha, und seine Frau, Sanije (35) verwundet wurden.

Man befürchtet, dass bei dem Granatenbeschuss auch im Dorf Senik Menschen verwundet wurden.

Den Berichten zufolge starben gestern zwei Alte und heute starb ein paar Wochen altes Baby. Sie waren Flüchtlinge und verbrachten ihre Zeit unter offenem Himmel, was auch die Totesursache war.

Die gleiche Quelle berichtet, dass die serbischen Kräfte gestern zehn Albaner im Dorf Ngucat entführt haben.

Im Dorf Banja stehen auch heute viele Häuser in Flammen.

Als Folge der serbischen Offensive ist die Bevölkerung aus den Dörfern Banja, Gajrak, Karvansaria, Bellanica, Senik, Lladroviq, Temeçina, Tërpeza u.a. geflohen. Sie haben sich in vier Walddörfern, die zur Zeit als weniger gefährdet gelten, untergelassen.

In diesen und anderen Dörfern der Gemeinde Malisheva leben jetzt über 100.000 Menschen, die auch aus den Dörfern der Gemeinden Rahovec und Suhareka gekommen sind. Sie leben in schweren Bedingungen, ohne Essen, Trinken und Medikamenten.

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  Zwie verletzte Albaner starben


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Shaban Islam Gashi aus Peçan und Zenun Mataj aus Baballoç, die wegen der Verletzungen, die sie vor paar Tagen bekammen, starben, wurden im Dorf Pagarusha -Malisheva- beerdigt, berichtet di LDK-Informaionskommission in Malisheva.
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  Suhareka: Die serbischen Kräfte töteten zwei UÇK-Kämpfer und beerdigten vier unidentifizierte Albaner


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Gestern haben die serbischen Streitkräfte in Suhareka Naim Hajrullah Berisha (30) und Xhelal Jemin Kuçi (30), beide UÇK-Kämpfer aus Suhareka, getötet, berichtet die LDK-Informationskommission in Suhareka.

Es wird auch berichtet, dass im Dorf Shiroka die serbische Polizei vier unidentifizierte Albaner beerdigt hat.

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  Gjakova: Noch ein toter Albaner


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Die serbischen Streitkräfte haben Ekrem Ramë Prushi (17) aus dem Dorf Prush der Ortschaft Has getötet. Den Aussagen seiner Familienmitglieder zufolge wurde Ekrem von den serbischen Polizisten ohne Vorwarnung am 26. August, als er ins Dorf zurückkehrte, erschossen.

Seit zwei Tagen brennen die Wälder in der Ortschaft "Boka e Babajve" an der Grenzzone mit Albanien. Bisher sind dutzende Hektar abgebrannt. Die Ursachen des Brannds sind unbekannt und es ist unmöglich den Brand zu löschen, denn die Grenzzone wird von den serbischen Kräften kontrolliert.

Familie Zogaj sagte aus, dass Tush Tunë Frrokaj (39) und seine Frau Ilire Mark Frrokaj (32) aus dem Dorf Plançor, am 26 gusht, nach Gjakova wollten und dass seitdem keiner etwas über ihr Schicksal weiss.

Auch heute gibt es in Gjakova Bewegungen der Polizei- und Militärkräfte.

Die Lage der Bevölkerung und der Flüchtlinge in dieser Zone wird immer schwieriger, berichtet die LDK-Informationskommission in Gjakova.

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  Gllogoc: Artilleriebeschuss auf Fushtica, Nekoc und Kizhareka


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Die Lage in der Gemeinde Gllogoc ist auch heute schwer. Ab und zu beschiessen die serbischen Kräfte die Dörfer Fushtica, Nekoc und Kizhareka. Heute brenn auch in Fushtica e Ulët Häuser.

Die LDK-Informationskommission in Gllogoc berichtet, dass seit dem 25. August in den Feldern zwischen den Dörfern Arllat und Negroc zwei Leichen, deren Identität noch unbekannt ist, liegen.

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  Die serbischen Streitkräfte zündeten alle vorher beschossenen Dörfer in der Gemeinde Suhareka an


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Gestern in der Kleinstadt Suhareka haben die serbischen Streitkräfte bis in den späten Stunden albanische Häuser und Geschäfte angezündet, berichtet die LDK-Informationskommission in Suhareka.

Es wird berichtet, dass die serbischen Streitkräfte alle vorher beschossenen Häuser in den Dörfern Reshtan, Studençan, Samadraxha, Dobërdolan, Peçan, Semetisht, Sllapuzhan, Duhla, Bllaca, Javor, Luzhnica, Grejçevc, Budakova und Dragaçina in Brand stecken.

Im Dorf Shiroka haben die serbischen Streitkräfte auch die elektrische Mühle von Binak Hoti niedergebrannt.

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  Podujeva: Örtliche Serben und Flüchtlingen in Polizeiuniformen


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Die LDK-Infrormationskommission in Podujeva berichtet von der Mobilisierung der örtlichen serbischen Zivilisten und der aus Kroatien gekommene Flüchtlinge. 16 von denen bekammen heute Uniformen und Waffen und fuhren zu Schiesübungen in den "Tabet e Llapashticës" genannten Ort.

Dem Bericht zufolge wurde heute im Polizeiposten Gani Bejtullahu aus Sfelça misshandelt.

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  In der Gemeinde Prizren sind 20.000 Albaner aus den umkämpften Zonen untergebracht worden


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Die Lage in der Gemeinde Prizren ist weiterhin schwer. Ausser der Bewegungen der serbischen Polizei und der Paramilitärs hat die Lage auch die grosse Zahl der Flüchtlinge, die aus den Kriegszonen in Prizren Unterkunft gesucht haben, verschlechtert, berichter die LDK-Informationskommission in Prizren.

In den Dörfern Korisha, Medvec, Pirana, Mamusha, Malësi e Re und Randobrava haben über 10.000 Flüchtlinge Unterkunft gefunden und gleich so viel selbst in der Stadt.

Den Berichten zufolge hat die serbische Polizei angefangen die Flüchtline zu verhaften. Gestern im Dorf Novaka wurden Nazmi, Bajrush, Gani und Atdhe Lloznica verhaftet. Gani Lloznica raubten die serbischen Paramilitärs 4.000 DM aus und liesen ihn gehen, aber das Schicksal der anderen Drei ist ungewiss.

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  Vushtrri: Serbische Paramilitärs schiessen auf die albanischen Dörfer


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Die serbischen Paramilitärs schiessen seit mehr als einer Woche jede Nacht aus Waffen verschiedenen Kalibers auf die albanischen Dörfer Gllavotin, Mihaliq, Beçuk und Strofc. Von den Schüssen sind viele Viehfutter-Haufen und Wizenfelder abgebrannt. Und das Gebäude der Grundschule in Strofc ist von den Projektilen schwer beschädigt worden, berichtet die LDK-Informationskommission in Vushtrri.

Aus Vushtrri wird auch von Verhaftungen und Misshandlungen der Albaner von der Polizei berichtet, so wurde vor paar Tagen Enver Ibrahimi (26) aus dem Dorf Beçuk, der zur ärztlichen Untersuchung zusammen mit seinem Vater in Vushtrri gewesen war, über eine Stunde lang misshandelt. Auch Xhelal Mehmeti (21) wurde von der Polizei verhaftet, misshandlet und ins Mitrovica Gefängnis geschickt.

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  Emine Olluri starb ohne ärztliche Versorgung


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Gestern starb in Lipjan Emine Olluri (29) aus dem Dorf Krojmir. Nach den Granatenbeschüssen auf das Dorf Krojmir am 25. August war Emine samt ihrer Familie nach Lipjan geflohen. Sie starb, weil es ihr an ärztliche Hilfe fehlte, berichtet der Rat zum Schutz der Menschenrechte und Freiheiten in Lipjan.
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  Polizisten und Soldaten rauben Vieh in Magura


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Polizisten und Soldaten, die Tage zuvor Häuser in Magura zestörten und niederbrannten, haben gestern in Magura lebendes Vieh auf zwei LKW-s aufgeladen und sie dann nach Fushë Kosova abtransportiert. Und auf einem anderen LKW haben sie 27 Ziegen geladen, berichtete ein Zeuge, der anonym bleiben wollte.

Er sagte auch, dass die serbischen Streitkräfte gestern drei Häuser von Halim Metaj und all sein Guthaben in Magura niedergebrannt haben.

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  Mitrovica: Serbische Polizei schoss auf das Dorf Vaganica


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Gestern, gegen 16.00 Uhr, schossen die serbischen Polizisten aus dem Polizeiposten in Shipol auf das Dorf Vaganica der Gemeinde Mitrovica. Dabei töteten sie eine Kuh und beschädigten viele Dächer im Dorf, berichtet die LDK-Informationskommission in Mitrovica.

Die gleichen Polizisten hatten nur eine halbe Stunde früher auf Beqir Sh. Shabani (55) aus Lubavec -Skënderaj-, der zu Fuss nach Hause ging geschossen. Shabani wurde zum Glück nicht getroffen.

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  Im Leichenschauhaus in Mitrovica eine Leiche


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Gestern, gegen 10.00 Uhr brachte die serbische Polizei die Leiche eines Albaners ins Leichenschauhaus des Mitrovica Krankenhauses. Die Leiche ist noch nicht identifiziert worden.

Zeugen berichten, dass der Selige bei dem Polizeiposten im Dorf Klina e Epërme erschossen wurde.

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  Lipjan: Brot nur für Kinder und Alte


PRISHTINA, den 28. August (IZK) - Tausende Bewohner der Dörfer der Gemeinde Lipjan sind in einer sehr schweren Lage. Mevlude Shamolli, Mitglied der Führung des LDK-Sektors in Lipjan, die sich zusammen mit den Flüchtlingen befindet, sagte, dass die Flüchtlinge von den schweren Bedingungen und dem Mangel an Lebnsmitteln bedroht werden. Sie sagte auch, dass seit drei Tagen, wegen des Mangels, Brot nur den Kindern und Alten gegeben wird.
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