QIK - KIC Qendra për Informim e Kosovës
Kosova Information Center
 
Prishtina, den 22. Dezember 1998, 17:00 CET
Tagesbericht Nr. 247
Inhalt
 
  Präsident Rugova empfing US-Diplomaten


PRISHTINA, 22. Dezember (IZK) - Der Präsident der Republik Kosova Dr. Ibrahim Rugova empfing heute in Prishtina den Direktor des Büros für Zentral- und Südeuropa im Staate Department, Lawrence Rossin, und die Sekretärin der amerikanischen Botschaft in Belgrad, Bridget Brink.

Auf dem Treffen wurde über die allgemeine Lage in Kosova und besonders über die Ereignisse der letzten Woche gesprochen.

Präsident Rugova und Herr Rosin betonten die Notwendigkeit der Entspannung der Lage und des Voranbringens des Verhandlungsprozesses für die Lösung der Kosova-Frage durch politische Mitteln.

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  Serbische Polizei belagert einen Teil des Dorfes Zahaq - Ein Albaner wurde vor seinen Familienmitgliedern von der Polizei erschossen


PRISHTINA, 22. Dezember (IZK) - Jahë Sali Kabashi (20) wurde heute morgen von der serbischen Polizei erschossen. Er wurde vor seiner Haustür in Anwesenheit seiner Familienmitglieder erschossen.

Die LDK-Informationskommission in Peja (serb. Pec) berichtet, Jahë Kabashi wurde ermordet, nachdem serbische Polizeikräfte den Teil "Kabashi" des Dorfes Zahaq belagert, viele Familien Durchsucht und viele Menschen misshandelt hatten.

Diese Quelle berichtet, dass Sali Kabashi, Tahir Kabashi, Avdi Kabashi und Arif Kabashi misshandelt wurden. Fünf Mitglieder der Familie Kabashi wurden verhaftet. Über sie gibt es noch keine neuere Angaben.

Die Polizei befahl den Verstorbenen Jahë Kabashi nicht ohne ihr Erlaubnis zu beerdigen.

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  Adem Demaçis Pressekonferenz


PRISHTINA, 22. Dezember (IZK) - "Zvonko Jovic, Stellvertretender Gemeinderat in Fushë Kosova (serb. Kosovo Polje) kann nicht von einem Albaner getötet worden sein", sagte am Anfang der heutigen Pressekonferenz der politische Vertreter der Kosova Befreiungsarmee (UÇK), Adem Demaçi.

Demaçi sagte, sie hätten Informationen gesamelt und es sei herausgekommen, dass Zvonko Jovic sehr beliebt bei den Albaner gewesen wäre. Er habe den Albaner in jeder Weise geholfen, ohne Ausnahme. "Jetzt sind wir hundert Prozent sicher, dass er seinen Tod nicht durch die Hand eines Albaners gefunden hat", betonte Herr Demaçi.

Über die Aussage des österreichischen Botschafters in Belgrad, Wolfgand Petritsch, die UÇK sollte sich bestimmen für welche Option der Lösung ist, betonte Demaçi die starke Bestimmung des albanischen Volkes und der UÇK für eine friedliche Lösung der Kosova-Frage. "Wir wurden zum Krieg gezwungen und konnten erneut gezwungen werden, aber wir sind entschlossen unseren maximalen Beitrag für eine friedliche Lösung zu geben," so Demaçi.

Über die Komplettierung des Kosova Verhandlungsteams sagte Demaçi, es werde zur Zeit darüber gesprochen. "Diese Gruppe wird arbeiten bis zu der Gründung der Bürgerassablee".

Er sagte, jetzt wird an die Vereinigung der politischen Kräfte von Kosova gearbeitet und es sieht aus, als hätte auch die internationale Staatengemeinschaft das richtig verstanden.

Über das Treffen des UÇK-Generalstabs mit Vertretern der Beobachtermission sagte Demaçi, dass auf dem Treffen über die Verhinderung der Konflikte und die Bewahrung des zerbrechlichen Waffenstillstandes, der seit dem 8. Oktober herrscht, gesprochen werden wird.

Die Bemühungen auch der UÇK die Schuld in die Schuhe zu schieben nannte Demaçi sinnlos. Er sagte die UÇK unternimmt Aktionen, nur wenn sie dazu gezwungen ist.

Demaçi sagte, die Haltungen der serbischen und der albanischen Seite sind noch weit entfernt von einander und das Dialog scheint noch sehr weit zu sein. Die Albaner können keine Lösung annehmen, die sie weiterhin unter serbischer Herrschaft lässt.

Über die Menschen, die als vermisst gelten, gefragt, antwortete Demaçi, er habe von dem UÇK-Generalstab zu hören bekommen, dass die UÇK keine Menschen mehr festhält.

Auf der heutigen Pressekonferenz wurde eine Bekanntmachung des UÇK-Generalstabs an die Journalisten verteilt.

In der Bekanntmachung wird gesagt:

Auch wenn der UÇK-Generalstab kein Abkommen unterschrieben hat, das von ihm Zusammenarbeit fordert, wird die UÇK an Interesse des Volkes und Vaterlandes mit jedem Faktor, das im Dienste der rechtmässigen Lösung der Kosova-Frage ist, zusammenarbeiten.

Der UÇK-Generalstab garantiert allen Bürgern von Kosova freie Bewegung.

Unsere Armee wird nicht durch Strassen fahren und keine Kontrollposten Errichten und wird den Verkehr nicht stören.

Aufgrund der UN-Resolutionen und Beschlussen der Kontaktgruppe fordert der UÇK Generalstab den KDOM und die OSZE auf, die serbische Polizei zu zwingen, sich aus ihren Positionen zurückzuziehen und besonders aus den Positionen, in denen sie sich nach März dieses Jahres niedergelassen hat.

Es ist an Interesse des Waffenstillstandes und ihrer Beobachungmission, wenn die serbische Polizei sich aus diesen Positionen zrückziehen würde:

1. Aus allen Kontrollposten und Positionen in Malisheva-Komoran, Komoran-Kijeva,

2. aus Positionen in Qallapek, Cërmjan, Irzniq, Deçan,

3. aus Positionen entlang der Strasse Klina-Gjakova und Klina-Peja,

4. aus Positionen entlang der Strasse Prishtina-Vushtrri-Mitrovica,

5. aus allen Positionen in Mitrovica-Skënderaj-Gurakoc,

6. aus Positionen in Shtime-Qafa e Duhlës-Suhareka-Prizren,

7. aus albansichen Wohnorten in Llap: Llapashtica, Lluzhan, Orllan und Kërpimeh.

8. aus Positionen in Gllogoc und Skënderaj.

In den Punkten 1, 3, 4, 5 und 7 ist der Vekehr der Polizeikräfte erlaubt, aber mit Voranmeldung und Begleitung von KDOM.

Ihnen den Verkehr auf der Strassen Gllogoc-Skënderaj, Skënderaj-Klina, Malisheva-Kijeva, Malisheva-Qafa e Duhlës, Malisheva-Rahovec zu verbieten.

Wir informieren sie, wenn die Polizei sich nicht zurückzieht, dann werden sie von unseren Patroullieeinheiten angegriffen. Die serbische Polizei ist in Kosova, besonders dort, wo sie massakriert, getötet, geplündert und niedergebrannt haben, unerwünscht. Wird unter anderem in der Bekanntmachung des UÇK-Generalstabs gesagt.

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  Pressekonferenz im Press Center - Die kosovarische Journalistik und die serbischen Drohungen


PRISHTINA, 22. Dezember (IZK) - Am 23. Dezember (Mittwoch) wird im Press Center (Restaurant Dora) eine Pressekonferenz gehalten. Die Konferenz beginnt um 11.00 Uhr. Thema der Konferenz ist "die kosovarische Journalistik gegenüber den serbischen Drohungen".

Auf Fragen der Journalisten werden Vertreter und Redakteuere der Tageszeitungen in Kosova antworten.

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  In Vushtrri und Pestova gab es gestern abend Schüsse


PRISHTINA, 22. Dezember (IZK) - Gestern abend um 19.00 Uhr gab es in Vushtrri, neben dem Gebäude des Gemeinderates, Schüsse aus automatischen Gewehren. Schüsse gab es auch gegen 22.00 Uhr. Die letzten Schüsse dauerten etwas länger, berichtet die LDK-Informationskommission in Vushtrri (serb. Vucitrn).

Das Gebäude des Gemeinderates wird heute von der Polizei streng überwacht.

Schüsse aus Feuerwaffen hat es gesestern gegen 23.00 Uhr auch im Dorf Pestova gegeben.

Bisher gibt es noch keine Angaben über den Vorwand und die Folgen dieser Schüsse.

Diese Quelle berichtet auch, dass gestern die serbische Polizei eine strenge Kontrolle der Bürger ausgeübt hat und dass eine Polizeiexpedition ins Dorf Sfaraçak gefahren ist, wo sie die Dorfeseinwohner provoziert hat.

Heute, gegen 8.00 Uhr, hat die serbische Polizei fünf Albaner verhaftet. Sie wurden festgenommen, als sie auf der Strasse Zigaretten verkauften.

Die Verhafteten sind: Rrustem Mehmeit, Berat Mehmeti, Aziz Kolla, und zwei weitere Bürger mit den Vornamen Enver und Hysni, dessen Familiennamen noch unbekannt sind.

Die Verhafteten werden weiterhin in der Polizeistation in Vushtrri festgehalten.

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  Strenge Kontrolle und Misshandlungen von der serbischen Polizei in Podujeva


PRISHTINA, 22. Dezember (IZK) - Nach der Ermordung eines serbischen Polizisten in noch ungeklärten Umständen und nach der Intervention der serbischen Polizei in einigen Dörfern von Podujeva und in einigen Familien in der Kleinstadt ist die Lage in Podujeva sehr zugespitzt.

Den Berichten der LDK-Informationskommission in dieser Kleinstadt haben sich serbische Polizeikräfte in allen Strassen, die Podujeva mit den Dörfern verbinden, stationiert und misshandeln Passanten.

Ausser der Beschädigung einiger Häuser hat es gestern bei der Schiesserei keine Opfer gegeben.

Die serbische Polizei hat gestern einige Häuser in Podujeva durchsucht. Durchsucht wurden die Häuser von Feti Jahiri, Enver Jahiri, Ali Bajoku, Rrahim Uka, Latif Uka, Nazmi Bogujeci und Sejdi Bajrami. Der letzte wurde verhaftet und es gibt noch keine Informationen über seine Freilassung.

Die Gebrüder Xhemajl, Arif und Blerim Arifi, die gestern verhaftet wurden, nachdem die Polizei ihre Bäckerei und Wohnung durchsucht hatte, wurden gestern spät am Abend freigelassen.

Isuf Abdullahu aus Dumnica e Epërme), zwei weitere Albaner aus diesem Dorf, deren Namen unbekannt sind, und Faton Hasani (18) aus Dumnica e Poshtme wurden gestern misshandelt.

In Podujeva gibt es heute nur wenige Menschen auf der Strasse und in eingen Schulen fiel der Unterricht auch heute aus.

Die Meisten Einwohner der Dörfer Dobratin und Bajçina, die gestern fliehen mussten, sind wieder in ihre Häuser zurückgekehrt.

Heute besuchten Podujeva einige humanitäre Organisationen.

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  Neue Militärkräfte fuhren von Prishtina nach Podujeva


PRISHTINA, 22. Dezember (IZK) - Neue serbische Militärkräfte fuhren heute von Prishtina nach Podujeva.

Die LDK-Informationskommission in Podujeva berichtet, dass ein aus 20 Panzern und dutzenden Militärfahrzeugen bestehender Konvoi in Richtung des Dorfes Batllava fuhr. Den Vermutungen nach hat sich dieser Konvoi im Sportflughafen neben dem Dorf Dumosh stationiert. Am Samstag stationierten sich in diesem Flughafen rund 60 verschiedene Militärfahrzeuge.

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  Skënderaj: Schüsse aus den Positionen der serbischen Streitkräfte


PRISHTINA, 22. Dezember (IZK) - Gestern von 23 bis 1.00 Uhr waren in Skënderaj (serb. Srbica) Schüsse zu hören. Die Schüsse kamen aus der Polizeistation und aus der Munitionsfabrik.

Die LDK-Informationskommission in Skënderaj berichtet, die Schüsse erzeugten Panik unter den Einwohnern und besonders unter den Einwohnern des Stadtteils Skënderaj 3, der neben der Munitionsfabrik liegt.

Diese Quelle berichtet, dass gestern abend ein serbischer Polizist verwundet wurde.

Zeugen und die medizinischen Angestellten sagten, der Polizist habe gesagt, er habe sich selbt verletzt.

Die Polizei führt aber Ermittlungen an diesem Fall. Sie befragten die Inhaber der Geschäfte, die neben der Stelle, wo der Polizist verwundet wurde, stehen.

Bisher gibt es keine Angaben über Verhaftete oder Misshandelte.

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